Der momentan gute Status einer Tagesmutter soll sich nun ändern, denn Vater Staat plant eine höhere Besteuerung ihres Einkommens.
Noch ist man sich jedoch uneinig, denn auch auf hoher politischer Ebene regt sich Widerstand. Tagesmütter sollten auch in Zukunft nicht schlechter gestellt sein als jetzt.
Die Befürchtung liegt nahe, dass sich Tagesmütter bei einer höheren Besteuerung der Einkünfte einen anderen Broterwerb suchen. Dies könnte eventuell den Ausbau der Kleinkinderbetreuung hemmen, den die Regierung in den nächsten sechs Jahren in Gang bringen wollte.
In den nächsten sechs Jahren soll die z.Zt. bei fünf Prozent liegende Quote der außerfamiliär durch Tagesmütter betreuten Kinder dreißig Prozent betragen.
Vermittelt das Jugendamt die Tagesmutter, so hat sie bislang bei bis zu fünf betreuten Kindern keine Steuern zu zahlen. Vorschlag wäre, die flächendeckende Besteuerung zumindest bis 2013 zu verschieben, um den Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren nicht zu gefährden.
Tagesmütter dürfen insgesamt acht Kinder, davon fünf gleichzeitig, betreuen, und empfangen dafür eine Förderung von drei Euro pro Kind und Stunde.
Gegen eine Erhöhung des Pflegegeldes als Ausgleich zur höheren Besteuerung wehren sich die Kommunen.
