In Reykjavik, was übersetzt "Rauchbucht" heisst, leben über 115.000 Menschen; im Großraum Reykjavik sogar zwei Drittel der gesamten Bevölkerung Islands.
Die Stadt liegt direkt am Atlantik und zirka 45 Autominuten vom internationalen Flughafen in Keflavik entfernt. Reykjavik ist das Zentrum Islands. Hier befinden sich viele Universitäten, Banken und Geschäftsketten.
Wer in Reykjavik ist, sollte auf jeden Fall eine Tour zum Geysir und Gulfoss unternehmen. In der Stadt werden Touren dorthin angeboten, aber es ist auch alles gut mit dem eigenen Auto erreichbar.
In der Stadt selbst gibt es aber auch eine Menge zu erleben. Bei gutem Wetter (kein Regen und wenig Wind) ist ein Rundgang durch die Stadt zu empfehlen. Am Meer führt ein wunderschöner Weg entlang, auf dem man auch die Skulptur Sólfar sehen kann. Parallel zu diesem Weg verläuft der Laugarvegur - die bekannte Einkaufstraße.
Nicht weit entfernt befindet sich die berühmte Kirche Hallgrímskirkja, die von außen wie ein Schiff aussieht. Ein wenig weiter entfernt, auf einem kleinen Hügel, befindet sich das auffallende Gebäude Perlan mit seiner riesigen Glaskuppel; darin befindet sich das Sagamuseum befindet (ein Rundgang dorthin dauert zika 30min.).
Im Sommer gibt es auch sogenannte "hopp on hopp off" Citytouren, die besonders bei schlechtem Wetter empfehlenswert sind. Sie führen an den wichtigesten Sehnswürdigkeiten und Museen vorbei.
Für seefeste Menschen lohnt sich selbstverständlich auch eine Whalewatchingtour.
Schwimmen, schwimmen, schwimmen. Die typische isländische Freizeitbeschäftigung gleich nach Fernsehgucken. Die Schwimmbäder sind an allen Tagen in der Woche geöffnet und der Eintritt ist sehr günstig. Innen sind sie besser ausgestattet als viele in Deutschland. Die Hotpots dienen außerdem der Unterhaltung und oft auch dem Kennenlernen neuer Menschen. Hinzuzufügen sei aber noch, dass sich so gut wie alle Schwimmbäder draußen befinden, was auf Grund der warmen Wassertemperatur aber kein Problem darstellt.
Einkaufen kann man in Reykjavik am besten im Kringlan und auf dem Laugarvegur oder im nahegelegenen Smaralind. Auf dem Laugarvegur befinden sich neben einer wunderschönen Buchhandlung und vielen Geschäften auch zahlreiche Cafés, die alle zu empfehlen sind. Nur von den Preisen sollte man vorher wissen: Für ein Sprite bezahlt man immer um die 2,50€, für ein Bier mindestens 6,00€; Wasser ist hingegen kostenlos und steht meist in einem Krug auf dem Tresen.
Besonders empfehlenswert ist das Café Cultura, das sich in einer der Parallelstraßen des Laugarvegur befindet. Wie der Name schon sagt, trifft man dort vermehrt auf Ausländer - auch der einmal im Monat stattfindende Stammtisch der Deutschen findet dort statt. Das andere Café, das wirklich toll ist, ist das Babalu. Es befindet sich unterhalb der Hallgrímskirkja und ist gemütlich und intim.
Tipp: Internet steht in nahezu allen Cafes und Restaurants kostenlos zur Verfügung. Also Laptop mitnehmen.
Das Nachleben Reykjaviks wird oft als schillernd und atemberaubend beschrieben. Die Wirklichkeit sieht wie folgt aus:
Die Clubs oder Diskotheken öffnen selten vor Mitternacht. Mindestalter ist 20, aber in vielen Clubs erst 22, 25 oder sogar 30. Alkohol gibt es erst ab einem Alter von 21 Jahren.
Die typischen Abende zum Feiern sind Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag. Unter der Woche werden die Bürgersteige dagegen spätestens um 24 Uhr hochgeklappt.
Angeboten wird jede Form von Party und jede Form von Musik. Es ist zu empfehlen, einfach den Laugarvegur entlangzulaufen und frei nach dem Bauch auszuwählen, wo man hingeht. Ab 2 Uhr bilden sich meist lange Schlangen vor den angesagten Clubs.
Das Essen in Island ist sehr speziell. Wovon sicherlich jeder schon mal gehört hat, ist Trockenfisch; außerdem sind Pferd, Wal, Schafshoden und Schafsköpfe lokale Spezialitäten. Aber auch der Alltag bietet vieles, woran sich der deutsche Gaumen erst gewöhnen muss - so gibt es in der typisch isländischen Familie überwiegend Fast-Food (Hot Dogs, Pizza, Hamburger). Außerdem wird in Island (fast) alles gesüßt, und so werden auch Kartoffeln in reinem Zucker gewälzt. Popcorn hingegen ist meist sauer.
Auf der anderen Seite muss aber auch gesagt werden, dass Isländer gut kochen können und gerne auch auf den Geschmack anderer Rücksicht nehmen.
Süßigkeiten sind meist mit Latritze gemischt. Sie gibt es in vielen Variationen: pur, mit Schokolade als Praline, als Riegel, mit Körnern ect. ...
Isländer verfolgen, was ihre Kindererziehung betrifft, gute Ziele; nur hapert es meist an der Durchsetzung.
Isländer stammen von den Wikingern ab, und das merkt man ihnen auch ein bisschen an. Ein Danke für allgemeine Arbeit gibt es selten zu hören, und auch sonst sparen sie eher mit netten Worten oder Gesten. Das heisst aber nicht, dass sie einen nicht mögen oder es nicht zu schätzen wissen, was man tut - sie zeigen es halt einfach nicht so sehr.
