Die sogenannte Riester-Rente ist v.a für Familien interessant, da der Staat pro Kind mehr Zulagen locker macht als für Mutter bzw. Vater.
Pro Erwachsenen zahlt der Staat momentan 114 Euro jährlich, pro kindergeldberechtigtem Kind zusätzliche 138 Euro. Ferner fördert er auch den Partner, der die Kinder betreut, sowie Mutter oder Vater während der Elternzeit (drei Jahre).
Nächstes Jahr erhöht der Staat die Zulagen erneut, was die Riester-Rente zu einer attraktiven Investition für Familien macht.
Jedoch erhalten auch Eltern das komplette Geld nur sofern sie drei Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens (steht auf der Lohnabrechnung von Dezember) in den Riester-Vertrag einzahlen. Auf den ersten Blick eine hohe Summe, aber schließlich darf man auch die Zulagen (sogar die der Kinder) einrechnen.
Im Falle einer Scheidung verteilen sich die gemeinsamen Rentenansprüche auf beide Partner. Kinderzulage erhält derjenige mit kindergeldberechtigtem Kind.
Im allgemeinen unterliegen Ansprüche der Altersversorgung dem sogenannten Versorgungsausgleich.
Im Todesfall wird das in Banksparplänen oder Fondssparplänen gesparte Riester -Kapital als gewöhnliches Vermögen vererbt, bei einer Riester-Rentenversicherung hängt dies vom Vertrag ab: Legte man eine Rentengarantiezeit fest, empfängt der Lebenspartner die Rente bis deren Ablauf (normalerweise zehn Jahre).
Ist diese Garantiezeit nicht Teil des Vertrags oder der Tod tritt erst nach ihrem Ablauf ein, so bekommt der Partner nichts.
Um dies zu verhindern besteht der sogenannte Hinterbliebenenschutz, welcher jedoch ein Teil der Rendite kostet, da die Versicherung das Zusatzrisiko abdecken möchte.
Auch Beamten, Berufssoldaten bzw. Zeitsoldaten, Wehrdienstleistenden und Zivildienstleistenden sind die Riester-Zulagen möglich.
Vorsicht ist bei fondsgebundenen Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen für Kleinkinder (ohne Riester-Förderung) geboten, deren Laufzeiten fünfzig Jahre überschreiten.
Häufig benötigen Kinder das Bare schon früher, z.B. für ihre Ausbildung, zudem sind die Verträge oft von hohen Kosten überschattet.
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