Inverness, mit knapp 52.000 Einwohnern nicht unbedingt die bevölkerungsreichste Stadt Schottlands (erst 2000 wurde ihr von der britischen Königin der Rang einer Stadt verliehen), ist doch etwas Besonderes: die einzige Stadt in den schottischen Highlands nämlich! Der Fluss Ness mündet an Inverness, was in Verbindung mit dem gälischen inver, das Mündung bedeutet, zum Namen der Stadt führte.
Klein, aber oho! Trotz der geringen Größe der Stadt hat Inverness eine bedeutende Vergangenheit. So regierte auf der ehemaligen Burg von Inverness im 11. Jahrhundert Macbeth, der vor allem durch Shakespeares Drama Berühmtheit erlangte. An Stelle der Burg erhebt sich heute ein malerisches Burgschloss. Ganz in der Nähe von Inverness liegt auch das Schlachtfeld von Culloden, wo der schottische Aufstand im 18. Jahrhundert blutig niedergeschlagen wurde.
Last, but not least lockt Loch Ness mit seinem legendären Seeungeheuer Nessie.
Malerisch schön sind Spaziergänge am Ufer des Flusses Ness, dem die schönste Uferlandschaft Großbritanniens zugesprochen wird. Dabei bietet sich eine Besichtigung der St. Andrew´s Cathedral an. Auf den Ness Islands kann man Angler beobachten oder auch selber die Leine auswerfen. Wer Glück hat, sichtet einen der Großen Tümmler (bottlenose dolphin), die hier zuweilen durch die Wellen pflügen. Weit exotischere Tiere lassen sich in dem nahe der Stadt gelegenen Wildpark beobachten, in dem sich unter anderem Zebras tummeln.
Richtig schottisch gefeiert wird im Balnain House in der Huntly Street, wo Dudelsackspieler und Sänger zu traditionellen Tänzen wie dem ceilidh dancing ermuntern (mittwochs). Cocktailstunde begeht man am besten in der Bar One + One in der Young Street oder im Chili Palmers am Queensgate, wo Appetithäppchen zur Stärkung vor dem Club-hopping angeboten werden. Das Harlequin verlockt mit besonders günstigen Preisen, während die Arts Bar im Caledonian Hotel eher von Geschäftsleuten und Touristen frequentiert wird. Zum Abtanzen geht das junge Inverness in den Barbazza-Club, wo den Tanzenden neben den DJs auch Live-Acts einheizen. Auch im Blue Night Club ist das Publikum jung, und wer nicht rechtzeitig kommt, muss sich auf lange Warteschlangen gefasst machen.
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