Oslo ist die größte Stadt Norwegens und gleichzeitig die kleinste Stadt Europas. Nur 547.155 Menschen leben hier auf 453 Quadratkilometern. Oslo ist eine eigene Fylke (Regierungsbezirk) und in 16 Stadtteile aufgegliedert.
Bekannt ist die Stadt durch den Oslofjord. Die Stadt liegt direkt am Meer und bietet neben dem Hafen und der Schifffahrtsindustrie auch schöne grüne Strände.
Allgemein ist Oslo eine sehr grüne Stadt. Überall findet man kleine Parks und Wälder.
Oslos Merkmal ist die Holmenkollen-Skisprunganlage. Hier fanden 1952 die Olympischen Spiele statt. Seit jeher pilgern Millionen Touristen zur Skisprungschanze und genießen den Blick über die Stadt und die Fjorde. Im Sprungturm befindet sich neben einem Cafe und einem Souvenirshop auch das Skimuseum mit allem Wissenswerten über die Geschichte von Alpinen, Springern, Kombinieren, Langläufern usw.
Auf keinen Fall sollte man einen Trip in den Frognerpark auslassen. Dort wird gegrillt, gespielt, gejoggt oder auch nur ausgeruht. Im Winter steht eine Schlittschuhbahn zur Verfügung, im Sommer ein Schwimmbad.
Im Vigelandpark, einem Teil des Frognerparks, stehen die Skulpturen von Gustav Vigeland. Beeindruckend, wie dieser Mann sein Leben verbrachte. Bedeutend ist vor allem sein Werk Monolitt, das aufgrund des zentralen Platzes und seiner Höhe nicht zu übersehen ist.
Wer noch nicht genug von Vigeland hat, kann sich weitere interessante Details aus seinem Leben und Schaffen holen - im Vigelandmuseum nebenan.
Ebenfalls im Frognerpark befindet sich Oslos Stadtmuseum. Für Leute, die sich nicht gut auskennen in der Stadt, ist es weniger interessant, da man die wenigsten Orte auf dem Stadtplan wieder erkennt.
Empfehlenswert ist aber das Stenersen-Museum. Dort wird "Abfall" gezeigt, der zu Kunst verarbeitet wurde.
Wer sich gleich mehr als ein Museum anschauen möchte, fährt mit der Fähre oder dem Bus auf die Halbinsel Bygdøy, auch Museumsinsel genannt. Dort stehen neben dem KonTiki (dort ist das Wrack der KonTiki ausgestellt), dem Wikingerschiff Museum (alte Wikingerschiffe, sehenswert, aber das Eintrittsgeld nicht wert) auch das Norsk Folkemuseum. Ein großartiges Freiluftmuseum, das neben den üblichen alten norwegischen Häusern und "kleinen Museen" auch einige Veranstaltungen bietet. Vor allem die Stabkirche ist sehenswert.
Kleiner Tipp: Das Museum im Sommer anschauen, wenn alles blüht und grünt; dann macht es noch mehr Spaß.
Auch das Fram-Museum befindet sich auf Bygdøy. Dort lädt die Fram zu einem Spaziergang ein, auf dem man Wissenswertes über die Fahrten zum Nordpol und Südpol erfährt, wirklich spannend! Kleiner Tipp am Rande: Handschuhe, Mütze und Winterjacke nicht vergessen, es ist sehr kalt im Museum.
Für Kunstinteressierte eignen sich die Nationalgalerie und das Munch-Museum.
Ansonsten sind auch das Rathaus und Akershus Festning an der Aker Brygge (Hafen) zu empfehlen. Im Rathaus findet jedes Jahr die Verleihung des Friedensnobel-Preis statt. Das Museum hierzu befindet sich gleich gegenüber dem Rathaus.
Auch die Karl Johans Gate, die vom Schloss (Führungen nur zu bestimmten Zeiten, Karten am besten vorher bei der Post kaufen) zum Bahnhof führt, ist eine Attraktion der Stadt. Auf dieser Straße befindet sich auch das Stortinget, das norwegische Parlament.
Selbstverständlich sind das nur einige der Museen und Sehenswürdigkeiten, die Oslo hat. Aber es wäre zuviel, alle aufzuzählen, daher belassen wir es bei den wichtigsten.
Natürlich bietet Oslo für jedes Alter und jeden Geschmack genügend Freizeitmöglichkeiten. Für Theaterfans sind das Nationaltheater und das Spektrum ein Muss.
Wer gerne selbst aktiv wird ist im NRK Opplevelsesentret gut aufgehoben. Der norwegische öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet in einem Erlebniscenter jedem die Chance, sich mal als Nachrichtensprecher, Kommentator, Radiomoderator oder Wetterfee zu versuchen.
Etwas außerhalb von Oslo befindet sich der Freizeitpark Tusenfryd mit seinen Achterbahnen und sonstigem Fahrspaß. Besonders zu empfehlen, wenn es ordentlich warm ist, da dann auch der Badepark mit zwei Wasserrutschen, Schwimmbecken usw. genutzt werden kann.
Im Winter ist besonders Skifahren und Schlittschuhlaufen angesagt. Schlittschuhfahren kann man kostenlos im Frognerpark und auf der Karl Johan Gate. Zum Skifahren empfiehlt sich Frognerseteren. Langlaufstrecken gibt es überall, und wenn das Meer gefroren ist, gibt es auch dort Loipen.
Beim Nachtleben werden Aupairs leider einige Steine in den Weg gelegt. Offizielle Altersgrenze ist zwar 18 für Clubs, die nur Bier und Wein servieren, und 20 insgesamt, aber die meisten Bars und Clubs haben ihre eigenen Altersgrenzen, die dann oft bei 23-25 liegt.
Das Hardrock Cafe, das TigerTiger, Roxy, Friday´s (niedrigere Altersgrenze bei der Bar neben dem Saga Kino als bei den anderen), das Rå und das Smuget sind zu empfehlen.
Wer gerne weggehen möchte, begibt sich einfach auf die Karl-Johan-Gate und ihre Seitenstraßen oder auf die Bogstadveien. Dort findet man sicher etwas.
Im Blå und im Rockefeller finden oft Konzerte oder sonstige Veranstaltungen statt. Dort ist die Altersgrenze dann oft 18.
Kleiner Tipp: In Norwegen ist ein Vorspiel (=Vorlühen) üblich. Vor Mitternacht muss man sich nicht auf den Weg in die Stadt machen, denn vorher ist nichts los. Außerdem schließen die meisten Clubs und Bars um drei, denn da wird es sowieso leer. Oft endet die Partynacht mit einem Nachspiel bei einer Person zuhause. Das Nachtleben in Oslo ist zu teuer, um den ganzen Abend in der Disco oder Bar zu verbringen.
Auf http://www.uteliv.no findet man alle Bars, Kneipen und Discos in Norwegen. Dort sind auch oft die Altersgrenzen aufgelistet.
Wer die Möglichkeit hat, sollte die Stadt am 17.Mai erleben, dem Nationalfeiertag Norwegens. Dann steht ganz Oslo Kopf. Zunächst gibt es einen Umzug auf der Karl-Johan-Gate, vorbei am Schloss, an dem alle Schulen teilnehmen. Die Kinder in ihren Bunad (Trachten) winken der Königsfamilie mit ihren Flaggen zu. Umzüge finden im ganzen Land statt, oft werden danach noch Spiele für Kinder durchgeführt. Ebenfalls endet an diesem Tag die Russ-Zeit (Abiturzeit). Die Russ reisen vom 1. bis 17.Mai in Bussen durchs Land und feiern, feiern, feiern. Auf der Russ-Parade zeigen sie am 17.Mai in Oslo ihre Busse. Übrigens haben alle Russ das gleiche an (überwiegend rote Hose, je nach Schule aber auch schwarz oder blau) und man findet sie am 17. Mai überall…
An jeder Ecke bekommt man die beliebten Pølser (Würstchen), die in Norwegen sowieso immer und überall gegessen werden. Wichtig sind auch Boller, kleine Hefebrötchen. Auf Grønland gibt es einige billige ausländische Imbisse, z.B. einen Inder.
Vor allem die deutschen Aupairs sind im Deli De Luca zu finden. Das Deli De Luca gibt es mehrmals in Oslo. Neben einem kleinen "Supermarkt" gibt es dort die besten Cookies, Calzone etc. Und auch Kaffee, Tee und heiße Schokolade haben humane Preise.
Ein Tipp für alle deutsche und deutschsprachige Aupairs. Die Gemeinde der deutschen Sprache veranstaltet einmal im Monat ein Treffen für alle Aupairs der Umgebung. Termine findet man auf der Website der Gemeinde: www.deutsche-gemeinde.net. Die Stadt hat viele deutsche Aupairs; es ist also nicht sehr schwer, Anschluss zu finden.
