http://www.au-pair-box.com/
sitemap

sitemap



    


HOME -> Erfahrungsberichte -> Aupairs -> USA -> Wie im Fluge

Au-Pair Versicherung | AuPair Ratgeber | Highschool | Schenken | Das Au-Pair Handbuch | Aupair Australien

Erfahrungsbericht aus den Vereinigten Staaten

Bei einer Gastfamilie in Michigan

Au Pair in Ohio

»Ich mußte mich erst an ein vollkommen neues Leben gewöhnen.« Ein Erfahrungsbericht von Sabine Görlich. Sabine war für ein Jahr legal als Aupair in Ann Arbor (Michigan) und hatte zwei Kinder zu betreuen.

Nach dem Abitur wollte ich erst einmal etwas völlig anderes machen als Schule oder Studium und daher beschlossen, ein Jahr lang in den USA als Aupair zu arbeiten. Ich bewarb mich bei einem bekannten Vermittler in Bonn.
Nach einem viertägigen Orientierungsseminar in New York ging es weiter nach Ann Arbor, wo mich meine Gastfamilie erwartete.

Aufgaben

Ich hatte zwei Kinder zu betreuen: Amanda, zwei Jahre, und Ben, sechs Wochen alt. Noch nie hatte ich mich um ein Baby gekümmert; auch trotzige Zweijährige waren etwas Neues. Die Mutter gab mir eine kurze »Gebrauchsanweisung« für ihre Kinder, womit die Sache für sie erledigt war. Es war mir klar, daß ich die Erziehungsansichten der Eltern übernehmen wollte, auch wenn das nicht immer einfach war. Amerikanische und deutsche Ansichten können da schon sehr voneinander abweichen. Überhaupt sind viele Dinge in Amerika anders. Ich habe so ziemlich alle Vorurteile gegenüber Amerikanern und deren Kultur bestätigt und zugleich widerlegt gefunden: die einen nehmen fast nur Fast Food zu sich (so wie meine Gastfamilie), während die anderen sehr auf ihre Koste achten und sich vorbildlich ernähren. In Amerika findet man alle Extreme und alle Abstufungen dazwischen.

Die erste Zeit

In den ersten drei Wochen hatte ich mächtig Heimweh, was ich vorher nie für möglich gehalten hätte. Die Kinder brachten mich oft zur Verzweiflung, so daß ich mich fragte, ob ich mir nicht zuviel zugemutet hatte.

Arbeitszeiten und –bedingungen

Laut Vertrag sollte ich nur ca. 45 Stunden in der Woche arbeiten, doch leider waren die Eltern 12 Stunden täglich außer Haus. Deshalb habe ich nur vier Tage in der Woche arbeiten müssen, alle Überstunden wurden mir mit vier Dollar pro Stunde entgolten und für die übrige Zeit kam ein Babysitter ins Haus. Es ist sehr wichtig, daß Verträge eingehalten werden, oder daß für beide Seiten eine akzeptable Lösung gefunden wird.

ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Ich mußte mich erst an ein vollkommen neues Leben gewöhnen. Den ganzen Tag nur Babysitten und im Haus sein, kein Erwachsener zum Reden und wenig Abwechslung. Doch schon nach wenigen Tagen lernte ich andere Aupairs bei einem »Aupair-Meeting« kennen. Diese Treffen wurden von unserem Councilor einmal monatlich durchgeführt. Der ist Mitarbeiter der Organisation und veranstaltet Aupair-Treffen, Ausflüge (manchmal mit Gastfamilie), Theaterbesuche, etc. Nachdem ich erstmal Freunde gefunden hatte, verflog auch das anfängliche Heimweh rasch, so daß ich meine Zeit in Amerika voll genießen konnte.

Kontakte knüpfen

An Kontakt zu anderen Aupairs war mir sehr gelegen, denn wir befanden uns alle in einer ähnlichen Lage. Da ist Erfahrungsaustausch oder Bereden gemeinsamer bzw. verbindender Erlebnisse schon wichtig, ob das nun die letzte Folge der »Sesame Street« betraf oder die Schlafenszeiten »unsere« Kinder.

Nicht ganz leicht war es, Amerikaner kennenzulernen. Tagsüber hatte ich auf Spielplätzen Gelegenheit, Bekanntschaft mit Mütter und ihren Kindern zu machen, doch daraus hat sich nie viel ergeben. In Abendkursen lernt man zwar Amerikaner kennen, doch die sind häufig zu sehr mit ihrer beruflichen Karriere beschäftigt. Eine gute Möglichkeit, gleichaltrige Amerikaner kennenzulernen, sind Kirchengemeinden (oft großes Freizeitangebot), Sportzentren oder der Uni-Campus. Gelingt es einmal, Telefonnummern mit einem Amerikaner auszutauschen, kann er sich in den meisten Fällen nicht an einen erinnern, wenn man anruft, weil er nie damit gerechnet hatte.

Neu und spannend

Am Anfang des Aupair Jahres war alles neu und aufregend. Doch nach drei Monaten ist alles zur Routine geworden: es wurde eine Zeitlang richtig langweilig. Dieses Gefühl schwand zum Glück auch wieder, so daß die letzten sechs Monate wie im Flug vergingen. Wieder zurück in Deutschland hatte ich ein halbes Jahr lang Eingewöhnungsschwierigkeiten und Heimweh nach Amerika. Mich hatte dieses Jahr gewiß verändert: ich hatte soviel erlebt und habe andere Sichtweisen kennengelernt, doch daheim ist alles beim alten geblieben. Es fiel mir schwer, mich wieder einzugewöhnen.

Nur Mut!

Abschließend kann ich nur jedem wünschen, den Mut zu einem solchen Schritt, wie ich ihn getan hatte, aufzubringen. Es war das aufregendste, gewinnbringendste Jahr, das ich je hatte, so daß ich auch keinen Tag davon bereue.

Sabine Görlich

Leben & Arbeiten in Spanien | Aupair USA | Länderreisen | Wohnen gegen Hilfe | Fortbildung | Schülersprachreisen | Animateurjobs



Ratgeber

d
myToys.de - Die Kinderwelt im Internet