Das Aupair sollte, wie zumeist, zwischen 18 und 30 Jahre alt sein. Auch junge Männer können sich in der Schweiz bewerben.
Deutsche Muttersprachler, also Österreicher u. Deutsche, können normalerweise keinen Aupair-Status in der Deutschschweiz erlangen. Anders in der Welschschweiz, denn der Sinn des Aupair-Wesens ist es ja auch, die Kenntnisse einer Fremdsprache zu vertiefen.
Wer also in die Schweiz geht, sollte Grundkenntnisse in der französischen Sprache haben, da dies das Zusammenleben mit der Familie erheblich erleichtert. Siehe auch „Sprache und Kultur“.
Regulär sind dies 30 Stunden pro Woche plus Babysitting. Es besteht aber auch die Möglichkeit, 35 Stunden Arbeitszeit im Vertrag zu vereinbaren. Dies geht natürlich einher mit entsprechend mehr Taschengeld.
Die Aufenthaltsdauer als Aupair in der Schweiz beträgt 9 bis 12 Monate.
Die Unterkunft in einem eigenen Zimmer ist gewährleistet, und auch die Verpflegung wird von der Familie übernommen.
Aupair in der Schweiz steht ein Taschengeld in Höhe von SFr 550 bis SFr 720 im Monat zu. Es gilt, was Gutes rauszuhandeln und natürlich entsprechend Einsatz zu zeigen.
Da kein Urlaubsanspruch existiert, sollte man diesen Punkt beizeiten mit der Familie bzw. der Agentur ausmachen.
Eine Woche bezahlter Urlaub wird gewöhnlich nach einem halben Jahr Tätigkeit gewährt. Bei 12 Monaten Tätigkeit sollte man also zwei Wochen Urlaub mit der Gastfamilie aushandeln. Auch drei Wochen sind mit Verhandlungsgeschick und guten Leistungen erreichbar.
Aus verschiedenen Gründen kann immer wieder mal eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses sinnvoll sein.
Liegt nicht gerade ein sehr ernster Grund vor, so sollte beiderseits eine Kündigungsfrist von mindestens einer, besser zwei Wochen, auch gerade im Interesse der Kinder, eingehalten werden. Tatsächlich halten sich die Partner oft nicht daran.
Nur Aupairs, die über eine Agentur abgesichert sind, haben gute Aussichten auf eine nahtlose Weitervermittlung.
Zahllos sind die Anrufe von hilfesuchenden, ratlosen Au Pairs, die quasi auf der Straße stehen, weil sie ohne zuverlässigen Aupairvermittler ins Land gekommen sind.
Mangels Informationen und Bewerbungsunterlagen zur Gastfamilie bzw. zum Aupair können die so angerufenen Au Pair Agenturen auch kaum helfen. Zudem sehen sie ihren Geschäftszweck auch nicht darin, als Reparateur für andere tätig werden zu sollen.
Diese Probleme vermeidet, wer sich über eine der der Au-Pair-Box angeschlossenen Agenturen vermitteln läßt. Kann keine Agentur im Wunschland tätig werden, so es es gut zu wissen, daß alle Agenturen hier mit Partnern im Ausland zusammenarbeiten, so daß binnen kurzem eine Umvermittlung zustande kommen wird.
Aupairs können einen Sprachkurs besuchen, zeitlich begrenzt je nach erforderlicher Anwesenheit in der Familie. Die Kosten dafür trägt man jedoch (in der Regel) selbst. Dies sind in der Schweiz ungefähr SFr 10 pro Unterrichtsstunde. Und wie hinkommen? Zum Glück übernehmen viele Familien für ihr Aupair die Fahrtkosten der öffentlichen Verkehrsmittel, solang diese zweckdienlich sind. Einige Familien stellen auch andere Verkehrsmittel zur Verfügung, etwa ein Auto oder Fahrrad.
Die Schweiz sieht sich selbst als neutral – eine Einstellung, die 1815 von den europäischen Großmächten innerhalb des Wiener Kongresses offiziell anerkannt wurde. So ist sie zwar Mitglied der UNO, nicht jedoch der Europäischen Union. Es herrscht hier nicht nur eine andere Währung, auch die Grenzen lassen sich nicht so ohne Weiteres passieren, wie die anderer Länder Europas. Aupairs müssen auch ein Visum für die Schweiz beantragen.
Folgende Unterlagen können nötig sein:
Aupairs sind einkommenssteuerpflichtig
In der Schweiz tragen viele Gastfamilien die Kosten für eine Unfallversicherung und steuern auch zur Krankenversicherung etwas bei. Dies ist jedoch abhängig von den einzelnen Gastfamilien.
Als Angehöriger eines EU-Landes hat das Aupair auf jeden Fall ein Anrecht auf kostenlose ärztliche Betreuung. Hierzu besorge man sich vor der Abreise das Formblatt E111 von der heimischen Krankenkasse. Es ist den Gesundheitsbehörden in der Schweiz einzureichen und alle drei Monate zu erneuern. Da über das Formblatt nur akut auftretende Krankheiten abgedeckt sind, ist eine Zusatzversicherung sinnvoll. Dies gerade auch in Anbetracht etwaiger Kosten für Zahnbehandlungen.
Hier ein gutes Angebot zur Versicherung.
Üblicherweise verlangen die Aupair-Vermittler folgende Dokumente (von einem deutschen Aupair):
Wichtig!
Alle Unterlagen sind entweder in Französisch oder Englisch abzufassen. Formulare bitte gut leserlich mit schwarzem Kulli o.ä ausfüllen, so daß die Unterlagen gut kopierbar sind.
Die Schweiz hat eine interessante Reglung mit ihren Landessprachen. Laut Artikel 4 der Bundesverfassung sind die offiziellen Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch (gesprochen vor allem im schweizerischen Kanton Graubünden). Die Amtssprachen des Landes kommen allerdings ohne Rätoromanisch aus. Als fünfte Sprache im Bunde ist noch "Jenisch" zu nennen. Die Sprache des Jenenvolkes beinhaltet Elemente des Deutschen, Hebräischen und Keltischen. Noch eine Besonderheit: Im Kanton Zürich ist die Gebärdensprache als Amtssprache in der Verfassung zu finden.
Hat man eine Karte der Schweiz mit eingefärbten Sprachbereichen vor sich, so sieht man, dass vor allem im Westen Französisch, in der breiten Mitte Deutsch und im Südosten Italienisch und Rätoromanisch gesprochen wird. Die Schweizer sprechen trotz dieses Phänomens nur vereinzelt mehrere Sprachen. Wer in der Welschschweiz anruft und deutsch redet, wir meist gebeten werden, das Englische zu benutzen, denn man verstehe kein Deutsch. Für deutschsprachige Aupairs ist insbesondere die Französische Schweiz von Relevanz.
Mehr zur Schweiz findet sich hier.
Die Schweiz gliedert sich gleich in fünf verschiedene geografische Räume, die jeweils immense klimatisch Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. Insgesamt gibt es unglaubliche 74 Viertausender (Gebirge mit über 4000 Metern Höhe). Innerhalb dieser faszinierenden Gebirgslandschaften finden sich auch die anderen Wahrzeichen des Landes: Die Seen. Diese begründen durch die Vergletscherung während der Eiszeiten und liegen oft versteckt mitten in den Bergen.
Zu Klima, Geographie und Landeskunde siehe auch vorstehende Links.
Am besten bewirbt man sich nun über die Au-Pair-Box. Mit einem Klick erreicht man so eine Reihe guter und zuverlässiger Agenturen, die sich gleich melden werden.
Hier geht´s zur Bewerbung für Aupairs und hier für ausgebildete Erzieherinnen.
