Aupairs, die nach Irland wollen, sollten zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. Die Altersgrenze liegt bei 27 Jahren. Auch junge Männer kommen zur Kinderbetreuung in Frage.
Alle, die es nach Irland zieht, müssen fließend Englisch sprechen – zumal dies eine der beiden offiziellen Landessprachen ist. Dank kräftiger britischer Unterdrückung des Gälischen ist das Englische als Fremdsprache heute Umgangs- und Verwaltungssprache; dies ähnlich wie das Französische in der ebenfalls ursprünglich keltischsprachigen Bretagne. Irisch braucht niemand zu beherrschen, aber mit ein paar Brocken „Gälisch“ kann man bei Einheimischen sicherlich punkten. Sprachkurse im Lande sind möglich, mehr dazu siehe „Besonderheiten“.
Wie in vielen Ländern arbeitet man auch in Irland als „Standard Au pair“ oder „Au pair Plus“, wo bei ersteres auf 30–35 Stunden pro Woche kommt, 2-3 mal Babysitting pro Woche zusätzlich, die Plus-Variante ackert 40-45 Stunden wöchentlich, wobei auch hier Babysitting dazukommen mag.
In Irland ist ein Aufenthalt von sechs bis zwölf Monaten die Regel für als Aupairs. Zwei- bis dreimonatige Kurzaufenthalte sind im Sommer möglich, denn viele Familien wollen ihre Ferien gern mit etwas Abstand zu dem lieben, aber wohlverwahrten Nachwuchs verbringen ...
Verpflegung und Unterkunft in einem eigenen Zimmer werden von der Gastfamilie kostenlos gestellt.
Irland weist ein überdurchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen auf, was sich auch nicht negativ auf die Gehaltsvorstellungen eines Aupairs auswirkt: normale Aupairs haben mindestens 75 Euro pro Woche zu erwarten; als Au pair Plus arbeitet man für durchschnittlich 80-90 Euro wöchentlich.
Ein Urlaubsanspruch besteht nicht, so daß er mit der Familie bzw. der Agentur auszumachen ist. Normalerweise wird nach einem halben Jahr Tätigkeit eine Woche bezahlter Urlaub gewährt. Bei 12 Monaten Tätigkeit sollte man demnach mindestens zwei Wochen Urlaub mit der Gastfamilie aushandeln.
Aus verschiedenen Gründen kann immer wieder mal eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses sinnvoll sein.
Liegt nicht gerade ein sehr ernster Grund vor, so sollte beiderseits eine Kündigungsfrist von mindestens einer, besser zwei Wochen, auch gerade im Interesse der Kinder, eingehalten werden. Tatsächlich halten sich die Partner oft nicht daran.
Nur Aupairs, die über eine Agentur abgesichert sind, haben gute Aussichten auf eine nahtlose Weitervermittlung.
Zahllos sind die Anrufe von hilfesuchenden, ratlosen Au Pairs, die quasi auf der Straße stehen, weil sie ohne zuverlässigen Aupairvermittler ins Land gekommen sind.
Mangels Informationen und Bewerbungsunterlagen zur Gastfamilie bzw. zum Aupair können die so angerufenen Au Pair Agenturen auch kaum helfen. Zudem sehen sie ihren Sinn auch nicht darin, als Feuerwehr tätig werden zu sollen.
Diese Probleme vermeidet, wer sich über eine der der Au-Pair-Box angeschlossenen Agenturen vermitteln läßt. Kann keine Agentur im Wunschland tätig werden, so es es gut zu wissen, daß alle Agenturen hier mit Partnern im Ausland zusammenarbeiten, so daß binnen kurzem eine Umvermittlung zustande kommen wird.
Aupairs haben die Möglichkeit, in Irland einen Sprachkurs besuchen, der allerdings selbst zu bezahlen ist. Die Kosten belaufen sich auf etwa 4-10 Euro pro Unterrichtsstunde. Die Hin- und Rückfahrtkosten werden meist von der Gastfamilie übernommen – und das ist auch gut so, denn der öffentliche Verkehr ist, so wie fast alles in Irland, verhältnismäßig teuer. Einige Familien stellen ihrem Aupair auch ein Auto oder Fahrrad zur Verfügung.
EU-Bürger haben’s in Irland leicht und benötigen lediglich einen Personalausweis bzw. einen Reisepaß zur Einreise. Allerdings muß die Gültigkeit der Ausweisdokumente die Aufenthaltsdauer um mindestens drei Monate übersteigen. Längerbleibende benötigen eine Aufenthaltsgenehmigung - den „residence permit“. Häufig kümmert sich die Gastfamilie um Formalitäten.
Folgende Unterlagen können von Bedeutung sein:
Aupairs sind einkommenssteuerpflichtig
Das irische Sozialsystem ist wie das unsrige größtenteils beitragsfinanziert. Geringverdiener (unter 38 Euro pro Woche) sind nicht versicherungspflichtig – Aupairs, die mehr verdienen, dagegen schon.
Wer in Irland eine versicherungspflichtige Arbeit aufnimmt, hat sich also so rasch wie möglich beim zuständigen Steueramt, der „tax office“, anzumelden, das einem dann eine Steuer- und Sozialversicherungsnummer (RSI) zuteilt Bei der Abwicklung wird die Gastfamilien bzw. die Aupairagentur einen unterstützen.
Als Angehöriger eines EU-Landes hat das Aupair generell Anrecht auf kostenlose ärztliche Betreuung. Hierzu besorge man sich vor der Abreise das Formblatt E111 von der heimischen Krankenkasse. Man reiche es den Gesundheitsbehörden in Irland ein und erneuere dies alle drei Monate. Da über das Formblatt nur akut auftretende Krankheiten abgedeckt sind, ist eine Zusatzversicherung sinnvoll.
Ein gutes Versicherungsangebot gibt’s hier.
Üblicherweise verlangen die Aupair-Agenturen folgende Dokumente:
Wichtig!
Alle Unterlagen sind auf Englisch abzufassen, Formulare müssen gut leserlich und wegen der besseren Kopierbarkeit am besten mit schwarzem Kulli ausgefüllt werden.
Irland, vor einigen Jahren noch das ärmste Land Europas, zählt inzwischen dank ungeheurer EU-Gelder, die ins Land flossen, zu einem der reichsten Länder der Welt. Beispielsweise wurde das ganze Straßennetz auf Vordermann gebracht. Irland hat in den letzten Jahren einen Riesensprung von einem rückständigen Agrarland zum High-Tech-Land gemacht. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt hier etwa ein Drittel höher als in Deutschland. Irland erfreut sich auch bei Aupairs immer größerer Beliebtheit.
Besonders an dem "Land der Elfen" ist zudem, daß die Insel geteilt ist - nicht nur geographisch in die Republik Irland und Nordirland, das Teil des Großbritanniens ist - es teilt sich auch in zwei Religionen. Traurige Berühmtheit erlangte Irland durch seine bis heute andauernden Konflikte zwischen den Katholiken im Süden und den Protestanten im Norden, bzw. im britischen Norden dann zw. den katholischen und protestantischen Bevölkerungsteilen. Einem Höhepunkt dieser Ausschreitungen widmete die irische Band U2 ihren anklagenden Song "Bloody Sunday".
Neben den berühmten, über das ganze Land verteilten, Nationalparks finden sich überwiegend Ebenen und sanfte Hügellandschaften, sowie zahlreiche Flüsse und Seen. Ein äußerst attraktives Urlaubsgebiet also – es lohnt sich beispielsweise, eine Bootsfahrt über den Shannon, dem längsten Strom Irlands, zu unternehmen.
Dank britischer Raubrodungen sind die einstigen Wälder, deretwegen das Land als die "Grünne Insel" bezeichnet wird, in Eisenbahnschwellen, Stempel im Bergbau, Schiffen oder Holzkohle aufgegangen, was wegen der vielen Regenfälle zur Versauerung der Böden führte. Das heutige Irland zeigt keine "Natur"- sondern eine "Kunstlandschaft" (Kulturlandschaft).
Mit ausreichend Zeit läßt sich so die Insel ganz bequem von Nord nach Süd erkunden. Weitere Reisetipps zu Irland und Nordirland finden sich hier. und hier gib´t noch etwas zur irischen Hauptstadt.
Am besten bewirbt man sich direkt über die Au-Pair-Box. Nur einen Klick entfernt findet sich eine große Anzahl zuverlässiger Agenturen, die gleich antworten werden.
Hier geht’s zur Bewerbung für Aupairs und hier für ausgebildete Erzieherinnen.
