Florenz liegt in der Toscana, zählt 408.000 Einwohner und ist zu Recht eine der berühmtesten Städte Italiens. In kultureller Hinsicht ist Florenz oder Firenze, wie es die Italiener nennen, neben Rom das wohl interessanteste Reiseziel auf der Halbinsel.
Florenz besitzt zwar keine Lagune wie Venedig, weist aber trotzdem unzählige Brücken auf, die den Fluß Arno überqueren.
Die architektonischen Schönheiten der Stadt aufzuzählen, würde ganze Bände füllen. Auf jeden Fall sei der Dom erwähnt, Santa Maria del Fiore, dessen riesige Kuppel vom Renaissance-Genie Brunelleschi erbaut wurde und der eine Pietà von Michelangelo beherbergt. Die Kuppel ist übrigens noch immer das höchste Gebäude der Stadt; direkt daneben der von Giotto entworfene Campanile (Kirchturm).
Florenz kann auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Seine ersten Einwohner waren die Etrusker, die erst 395 v. Chr. endgültig von den Römern geschlagen wurden.
Seine Blütezeit erlebte Florenz unter der Familie der Medici, die es mit Unterbrechungen von 1434 bis 1737 regierten. Die Medici stellten übrigens auch zwei Päpste (Giulio alias Clemente VII sowie Alessandro alias Leone X) und eine französische Königin (Caterina, Gemahlin von Henri II).
Die schillerndste Gestalt dieser Dynastie war Lorenzo il Magnifico (der Großartige), der nicht nur Fürst, sondern auch Literat war. Unter ihm erlebte Florenz eine Epoche des Friedens und Wohlstands, vor allem aber ein einzigartige kulturelle Blütezeit.
Nach den Medici regierten in Florenz die Habsburger, die unter anderem die Todesstrafe abschafften (Leopold I) – so weit haben’s die USA bis heute nicht gebracht ...
Als Italien schließlich seine Unabhängigkeit erlangte, wurde Florenz vorläufige Hauptstadt. Erst 1871 wurde diese Rolle von Rom übernommen.
Nicht zu vergessen ist Florenz‘ Bedeutung für die Entstehung der italienischen Sprache. Da Dante, Petrarca und Boccaccio ihre Meisterwerke in florentinischem Dialekt verfaßten, hielten die einflußreichsten Gelehrten der Folgezeit an dieser Sprache fest, obwohl die wenigsten Italiener so sprachen.
Im 19. Jahrhundert schrieb der Schriftsteller Alessandro Manzoni seinen Roman I promessi sposi, mit dem in Italien sämtliche Gymnasiasten gequält werden, in einer Kunstsprache, die dem Florentinischen seiner Zeit sehr ähnlich war. Das war zwar nicht mehr die Sprache Dantes, aber eben auch nicht irgendein Dialekt.
Tatsächlich vermochte sich Manzonis Lösung, mit einigen kleinen Änderungen, im 19. und 20. Jahrhunder in ganz Italien durchzusetzen.
Das absolute Muß für alle Besucher der Stadt: Die Galleria degli Uffizi, die wichtigste italienische Kunstsammlung und eine der bedeutendsten weltweit. Ein paar Namen gefällig? Sandro Botticelli, Leonardo da Vinci, Raffaello Sanzio, Tiziano, Rembrandt – und das ist nur die Spitze des Eisbergs!
Nützliche Adressen und Telefonnummern
Flughafen/Aeroporto Amerigo Vespucci
Tel. 055 30615
Flug-Hotline (internationale Flüge) 055 306 1702
infoaeroporto@aeroporto.firenze.it
Zugverbindungen:
www.trenitalia.it
Tel. 199 166 177 (8.30 bis 20.00 Uhr, Reservierungen u. Bestellungen)
Azienda Sanitaria di Firenze (Gesundheitsbehörde)
Für Touristen und Ausländer: Via Borgognissanti 20, Erdgeschoß
Tel. 055 2285595
http://www.asf.toscana.it/
Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland/
Console Onorario della Repubblica Federale di Germania
Renate Wendt
Lungarno Vespucci 30, 50123 Firenze
Tel. (0039 055) 29 47 22
Fax (0039 055) 28 17 89
Questura, zwecks Aufenthaltserlaubnis
Via Zara, 2, Tel. 0554977609
Homepage der Stadt:
http://www.comune.firenze.it/
Hier ein gutes Versicherungsangebot.
Und hier geht’s zur Bewerbung für Aupairs und hier für ausgebildete Erzieherinnen.
