
Was steckt eigentlich hinter Werbesprüchen wie "ohne Zucker" oder "reich an Ballaststoffen"? Wie wenig bzw. viel der Stoffe befindet sich tatsächlich in einem Lebensmittel? Hier ein kleiner Überblick der Definitionen:
Fettarm: weniger als drei Gramm Fett pro hundert Gramm (feste Lebensmittel) bzw. weniger als 1,5 Gramm Fett pro hundert Milliliter (flüssige Lebensmittel)
Fettfrei: Nicht mehr als ein halbes Gramm Fett auf hundert Gramm oder hundert Milliliter.
Hoher Ballaststoffgehalt bzw. reich an Ballaststoffen: mindestens sechs Gramm pro hundert Gramm bzw. drei Gramm pro hundert kcal.
Hoher Gehalt an Mineralstoff X: Mindestens doppelter Wert des unter "Mineralstoff-X"-Quelle aufgeführten.
Hoher Gehalt an Vitamin X: Mindestens doppelter Wert des unter "Vitamin-X"-Quelle aufgeführten.
Kochsalzarm: Nicht mehr als 0,3 Gramm Salz pro hundert Milliliter oder hundert Gramm.
Natriumarm: Nicht mehr als 0,12 Gramm Natrium auf hundert Gramm oder hundert Milliliter.
Reduzierter Anteil an X: Mindestens dreißig Prozent Unterschied zu einem vergleichbaren Produkt. Bei Mikronährstoffen genügt ein zehnprozentiger Unterschied, bei Salz einer von 25 Prozent.
Ohne Zuckerzusatz: Ohne Zusatz von Mono- oder Disaccariden (Fruktose, Galaktose, Glukose, Laktose, Maltose, Saccharose) oder Stoffen zur Süßung.
Zuckerfrei: Nicht mehr als ein halbes Gramm Zucker auf hundert Gramm oder hundert Milliliter.
Vorsicht gilt generell für Werbesprüche wie "ohne Zucker" oder "fettreduziert": Enthalten sie keinen Zucker, so bergen sie meist umso mehr Fett - und umgekehrt. Was auf der einen Seite gut tut, schadet also auf der anderen.
Sicher würde es nicht schaden, hinsichtlich der Inhaltstoffe und deren Mengen mal alle Packungen daheim unter die Lupe zu nehmen. Im Großen und Ganzen kennen Verbraucher jedoch gesundheitsförderliche und -schädliche Nahrung, wie auch solche mit vielen oder wenigen Kalorien. Kämpft man mit den Pfunden, seien allerdings genaue Blicke auf alle Packungen angeraten.
Die Angaben bei Fertiggerichten lese man stets, denn die schönen Bilder streuen Kunden Sand in die Augen. Dabei geben sie kaum noch Aufschluss über den Inhalt.
Man entscheide sich grundsätzlich besser für kleine als für große Packungen, denn größere Portionen lassen einen mehr essen.
Neben den Nährwerten hilft die Inhaltsliste weiter. Sie beinhaltet zwar keine Prozentangaben, wird jedoch nach Mengen geordnet: Der Stoff mit dem größten Anteil am Produkt steht als erstes, der mit dem niedrigsten Anteil als letztes. Steht Zucker an erster oder zweiter Stelle, kann man sich die "Gesundheitsförderlichkeit" der Ware ausrechnen.
Neben zuckrigen meide man auch besonders salzige Nahrung, da sie meist Heißhunger auf Süßigkeiten wachruft. Die Natriumangabe gibt Aufschluss über den Salzgehalt.
